SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim
Tel.: +49(0)7931-545-0
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Erfahrung schon seit 1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

UNTERARMSCHMERZEN

Zunächs t zur Anatomie (= Lehre vom Au fbau des Körpers)

Als Unterarm (lat.: An tebrachium) wird der ru mpfferne Abschnitt der obe ren Gliedmaße v om Ellenbogen - bis zum Handgelen k bezeichnet, bes tehend aus Radius (= Spe iche) und Ul na (= Elle) als Ske lett und zwei großen Muskel gruppen, die Hand - und Fingerbeuger (Fl exoren) sowie Hand- und Fin gerstrecker (Extensoren).

Chron ische (= länger als drei Mona te anhaltende oder immer wieder kehrende) Unterarmschmerzen können v iele Ursachen haben. Ab gesehen von lokalen Verletzungen (z.B. Un terarmbruch) gibt es nur eine Er krankung, bei der isoliert oder zumin dest vorrangig Unterarmschmerzen bes tehen:

Das Sulcus ulnaris-Syndrom

Dieser Begriff bezeich
net den Zustand nach ein er Schädigung des Nervus u lnaris im Bereich des Sulcus nerv i ulnaris (= eine Rinne am hin teren, inneren Ellbogen) bezeichne t.
Die Krankheitszeich
en sind wie be im Kubitaltunnel-Syndrom (= eine durch Ein engung entstandene Störung im sel ben Bereich):

Ursächlich kom men reaktive (= in Bean twortung eines körperlichen oder seelisc hen Reizes) Veränderungen k nöcherner Strukturen nach Fraktu r (= Knochenbruch) im Ellbogenbereich, abe r auch solche Verän derungen ohne Fraktur in Fr age sowie beruflich beding te Mikrotraumata (= sehr geringfügige Ver letzung des Skelettsystems) u sw.

Die Therapie des Sulcus ulnaris-Syndrom s erfolgt üblicherweise chirurg isch, in dem der N. u lnaris aus dem Sulcus h eraus verlager t wird.
Verbleiben dennoch Sch
merzen, so ist ein Behand lungsversuch mit der therapeutischen Lokal anästhesie (= Behandlung mit einem ört lichen Betäubungsmittel) in Fo rm der kontinuierl ichen Blockade des Plexus brach ialis mit Katheter* erfolg versprechend (siehe unten).
Die Therapie kann med
ikamentös mit Keltican® unterstütz t werden.

Weitere Erkrankun gen, bei denen in typ ischer Weise Unterarmschmerzen bestehen, allerd ings nicht als alleinige Schmerz lokalisation:

Beim Karpaltunnelsyndrom handel t es sich um ein Kom p ressionssyndrom (Neuropathie) des Nervus med ianus infolge einer mechan ischen Reiz ung im Canalis carpi (= Hand wurzelkanal) unter dem Ligament um carpi transversum (= ein Hal teband, das den Hand wurzelkanal bedeckt). Der Canal is carpi wird vom Handwurzelknochen und dem Retinaculum flexo rum (= ein Halteband für d ie Sehnen) gebildet. Er enthäl t die Seh nen der Fingerbeuger und de n Nervus medianus.

Das Karpaltunnel-Syndrom tr itt in zwei Formen au f:
....1) idiopathisch (= als k
rankhafter Zustand sel bständig, ohne erkennbare Ursache en tstanden)
....2) sekundär (= au
f eine Vorschädigung, Vor erkrankung zurückzuführen)

Beim Karpaltunnelsyndrom bz
w. bei dieser Kompressionsneuropathie klagen die Patien ten über Brenn schmerzen in der (mehr m ittleren) Hand und des angren zenden Unterarmes, vor allem bei Dorsal flexion (= Überstreckung de r Hand). Der Sch merz kann bis zur Schul ter ausstrahlen.
Je nach Aus
maß der Störung treten Hy pästhesien - und Parästhesien (= herabgese tzte Empfindung und Mißem pfindungen), Kältegefühl und Hyperh idrose (= übermäßige Schweißbildung), s päter auch Atrophie (= Gewebsschwun d) der Daumenballenmus kulatur (Abduktor-Opponens-At rophie) hinzu.
Der brennende Sch
merzcharakter gibt manch mal Anlaß zur Verwechslung mit e iner Kausalgie (CRPS Typ II).

Nicht wenige Patien
ten kommen zum Sch merztherapeut oder in die Sch merzklinik, weil trotz Operation w eiterhin u.a. Unterarmschmerzen bestehen. Es ha t sich gezeigt, daß au ch in dieser Situation die kon tinuierliche Blockade des Plexus brach ialis (* siehe unten) in vielen Fällen se hr hilfreich ist. Dieser Aspek t wirft doch die Frage au f, warum diese Behandlung n icht schon vor der Operat ion versucht wurde ??
 

Epicondylitis radialis humeri
Be i dieser relativ häu figen Erkrankung klagen d ie Patienten über Sch merzen im Bereich des Epicondyl us radialis hum eri (= über dem Ellenbogen au ßen), die s ich bei Faustschluß und kräf tiger Dorsalextension (= Beug ung in Richtung Handrüc ken) im Handgelenk vers tärken. Nicht selten besteh en neben Ellenbogenschmerzen auc h Unterarmschmerzen, teilweise zusätzl ich auch Oberarmschmerzen, so daß d ann der ganze Arm schmerz t. Regelmäßig liegt ein deu tlicher Druckschmerz im Bereich des ellenbogen nahen äußeren Unterarmes vor.
Die Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Be
reich der Sehnenansätze am Epicondylus lateralis h umeri ist nicht geklär t; vieles sprich t für eine mechanische Auslösun g (Tennisarm, Tenn isellenbogen).

Beim s og. Golferellenbogen ist der Epicondylus medial is humeri (= Knoc henvorsprung, an dem Sehnen an setzen, an der Innenseite des Ellen bogens) betroffen. Auch d iese Krankheit kan n u.a. zu Unterarmschmerzen füh ren.

Ursache einer Ep icondylitis ist ein Entzündungszus tand im Bereich der Sehnen ansätze, von der hauptsächl ich die lokale (= örtliche) Knoch haut betroffen ist.

Schmerztherapeutisch kön nen Infiltrationen mit einem örtl ichen Betäubungsmittel (z.B. Bu pivacain), auch mit Kort ikoidzusatz, versucht werden. Dabei m uß allerdings ein Kon takt der Kanülenspitze m it der Knoc henhaut unbeding t vermieden werden, da dam it häufig heftigste, an haltende Schmerzreaktionen ausgelös t werden können.
Nicht selten hil
ft bei einer Epicondylitis nu r eine längerfristige, kon tinuierliche Plexus brachialis-B lockade mit Katheter (*siehe wei ter unten).


Schließl ich kann auch ein e Sudeck Dystrophie (kom plexes regionales Schmerzsyndrom Typ I) zu hef tigen Unterarmschmerzen füh ren.
Die Sudeck`sche
Dys troph
ie ist eine sehr hart näckige Erkrankung, d ie auch zur Invalidität füh ren kann, besonders wen n sie im Bereich der Han d auftritt.
Zu ein
er Sudeck Dystrophie kan n es nach jeder Arm - oder Beinverletzung kom men. Die Patho genese (= Krankheitsentwicklung) ist un bekannt. Die Patienten klagen ü ber diffuse, heftige und brennen de Schmerzen, ähnl ich wie bei einer Kausalg ie (komplexes regionales Sch merzsyndrom Typ II) (= Schmerzen nach Nerven verletzung). Aufgrund der Zirkulationsstörun g sind die betroffenen Par tien meist bläulich livide verfärb t und ödematös (= aufgequollen) veränder t. Beteiligte Gelen ke versteifen.
Die Art der Gewebsveränderung läßt an eine lokal begrenzte vegetative Entgleisung denken (Debrunner 1988).
Hier erfah
ren Sie genaueres über d iese Erkrankung einschließlich The rapie: www.morbus-sudek.de.

Methodenbeschreibung

* Kontinuier liche Blockade des Plexus brac hialis mit Katheter
Da
zu wird vorü bergehend (z.B. 10-14 Tage l ang) ein dünner Kunststoffsch lauch an der Innenseite des Oberarms nahe de r Achselhöhle in die Nervensch eide des Armnervengeflechts (Pl exus brachialis) eingepflanzt und inner halb dersel ben n och etwas w eiter n ach oben vorgeschoben. Die Einpflan zung erfolgt durch e ine handelsübliche Kanüle h indurch, es muß al so nich t "aufgeschnitten" w erden. In der Folge w ird über diesen Kathe ter mehrmals täglich, jew eils nach Abklingen de r vorangegan genen Dosis, das örtliche Betäu bungsmittel völlig schmerzlos nachgespritz t.
Das örtl
iche Betäubungsmittel wird bei d ieser Behandlung so dosier t, dass die g robe Kraft erhal ten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmun g der Schmerzreizleitung), dam it begleitend krankengymnastische Übun gsbehandlungen möglich b leiben.
Zur Schmerzbehand
lung kann auch die interskale näre (= zwischen Mus keln im seitlichen, un teren Halsbereich) Bl ockade des Plexus brach ialis (auch kontinuierlich mit Ka theter) durchgeführt w erden, allerdings is t diese Methode m it einem etwas größeren Ris iko behaftet.
Dass d
ie schmerz lindernde Wirk ung i.d.R. über die eigentliche Behandl ungszeit hinaus anhält, is t u.a. darauf zurückzufü hren, daß bei d ieser Blockadebehandlung auch die so g. vegetativen Ner ven betroffen sind, w oraus eine sehr deutliche Durch blutungssteigerung resultiert, die entzündl ichen oder degenerativen (= abnu tzungsbedingten) Prozessen nachhaltig entgegenwirk t.

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, u.a.:

  • Reichhaltige Erfahrungen - in der Klinik werden seit 1987 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
  • Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet „Spezielle Schmerztherapie".

Auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen Rehabilitationsbehandlungen an und Patienten mit privater Krankenkasse erhalten eine Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918. Die Klinik ist auch beihilfefähig. Teil weise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kos ten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zu vor (gilt auch für private Kassen o der Beihilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Frag en haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir in formieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.

Infos (z.B. Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0 * Fax: +49 (0) 7931 - 545-131

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

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Impressum Aktualisiert:>09.12.2009</>