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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
UNTERARMSCHMERZEN
Zunächs t zur Anatomie (= Lehre vom Au fbau des Körpers)
Als Unterarm (lat.: An tebrachium) wird der ru mpfferne Abschnitt der obe ren Gliedmaße v om Ellenbogen - bis zum Handgelen k bezeichnet, bes tehend aus Radius
(= Spe iche) und Ul na (= Elle) als Ske lett und zwei großen Muskel gruppen, die Hand - und Fingerbeuger (Fl exoren) sowie Hand- und Fin gerstrecker (Extensoren).Chron ische (= länger als drei Mona te anhaltende oder immer wieder kehrende) Unterarmschmerzen können v iele Ursachen haben. Ab gesehen von lokalen Verletzungen (z.B. Un terarmbruch) gibt es nur eine Er krankung, bei der isoliert oder zumin dest vorrangig Unterarmschmerzen bes tehen:
Das Sulcus ulnaris-Syndrom
Ursächlich kom
men reaktive
(= in Bean
twortung eines körperlichen oder seelisc
hen Reizes)
Veränderungen k nöcherner Strukturen nach Fraktu
r
(= Knochenbruch)
im Ellbogenbereich, abe r auch solche Verän
derungen ohne Fraktur in Fr
age sowie
beruflich beding te Mikrotraumata
(= sehr geringfügige Ver
letzung
des Skelettsystems) u
sw.
Beim Karpaltunnelsyndrom handel t es sich um ein Kom p ressionssyndrom (Neuropathie) des Nervus med ianus infolge einer mechan ischen Reiz ung im Canalis carpi (= Hand wurzelkanal) unter dem Ligament um carpi transversum (= ein Hal teband, das den Hand wurzelkanal bedeckt).
Der Canal is carpi wird vom Handwurzelknochen und dem Retinaculum flexo rum (= ein Halteband für d ie Sehnen) gebildet. Er enthäl t die Seh nen der Fingerbeuger und de n Nervus medianus.
Epicondylitis
radialis humeri
Be
i dieser relativ häu
figen
Erkrankung klagen d
ie Patienten über Sch
merzen im Bereich des Epicondyl
us
radialis hum
eri (= über dem Ellenbogen au
ßen),
die s
ich bei Faustschluß und kräf
tiger Dorsalextension
(= Beug
ung in Richtung
Handrüc
ken) im Handgelenk vers
tärken. Nicht selten besteh
en neben
Ellenbogenschmerzen auc
h Unterarmschmerzen,
teilweise zusätzl
ich auch Oberarmschmerzen, so daß d
ann der ganze Arm schmerz
t. Regelmäßig liegt ein
deu
tlicher Druckschmerz im Bereich des ellenbogen
nahen äußeren Unterarmes vor.
Die Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Be
reich der Sehnenansätze am Epicondylus lateralis h
umeri ist nicht geklär
t; vieles sprich
t für eine mechanische Auslösun
g (Tennisarm,
Tenn
isellenbogen).
Beim s
og. Golferellenbogen ist der Epicondylus medial
is
humeri (= Knoc
henvorsprung, an dem
Sehnen an
setzen, an
der Innenseite des Ellen
bogens) betroffen.
Auch d
iese Krankheit kan
n u.a. zu Unterarmschmerzen füh
ren.
Ursache einer Ep
icondylitis ist ein
Entzündungszus
tand im Bereich der Sehnen
ansätze, von der hauptsächl
ich die lokale (= örtliche)
Knoch
haut betroffen ist.
Schmerztherapeutisch
kön
nen Infiltrationen
mit einem örtl
ichen Betäubungsmittel
(z.B. Bu
pivacain), auch mit Kort
ikoidzusatz, versucht werden. Dabei m
uß
allerdings ein Kon
takt der Kanülenspitze m
it der Knoc henhaut unbeding
t
vermieden werden, da dam
it häufig heftigste, an
haltende Schmerzreaktionen
ausgelös
t werden können.
Nicht selten hil
ft bei einer Epicondylitis
nu
r eine längerfristige, kon
tinuierliche Plexus brachialis-B
lockade mit Katheter
(*siehe wei
ter unten).
Schließl
ich kann auch ein
e
Sudeck Dystrophie
(kom
plexes regionales Schmerzsyndrom Typ I) zu hef
tigen Unterarmschmerzen
füh
ren.
Die Sudeck`sche Dys
troph
ie
ist eine sehr hart
näckige Erkrankung, d
ie auch zur Invalidität füh
ren kann,
besonders wen
n sie im Bereich der Han
d auftritt.
Zu ein
er Sudeck Dystrophie
kan
n es nach jeder Arm
- oder Beinverletzung kom
men. Die Patho
genese
(=
Krankheitsentwicklung) ist un
bekannt.
Die Patienten klagen ü
ber diffuse, heftige und brennen
de Schmerzen, ähnl
ich wie
bei einer
Kausalg
ie (komplexes
regionales Sch
merzsyndrom Typ II)
(= Schmerzen nach
Nerven
verletzung).
Aufgrund der Zirkulationsstörun
g sind die betroffenen Par
tien meist
bläulich livide verfärb
t und ödematös
(= aufgequollen)
veränder
t. Beteiligte
Gelen
ke
versteifen.
Die Art der Gewebsveränderung läßt an eine lokal begrenzte vegetative
Entgleisung denken (Debrunner 1988).
Hier
erfah
ren Sie genaueres
über d
iese Erkrankung einschließlich The
rapie:
www.morbus-sudek.de.
Methodenbeschreibung
* Kontinuier
liche
Blockade des Plexus brac
hialis mit Katheter
Da zu wird vorü bergehend (z.B. 10-14 Tage l
ang) ein dünner Kunststoffsch
lauch an der Innenseite des Oberarms nahe de
r Achselhöhle
in die Nervensch
eide des Armnervengeflechts (Pl
exus brachialis) eingepflanzt und inner
halb dersel
ben
n och
etwas w
eiter n
ach oben vorgeschoben. Die Einpflan
zung erfolgt durch e
ine handelsübliche
Kanüle h
indurch, es muß al
so nich
t "aufgeschnitten" w
erden. In der
Folge w
ird über diesen Kathe
ter mehrmals täglich, jew
eils nach Abklingen de
r
vorangegan
genen Dosis, das örtliche Betäu
bungsmittel völlig schmerzlos
nachgespritz
t.
Das örtl
iche Betäubungsmittel wird bei d
ieser Behandlung so dosier
t, dass die
g robe Kraft erhal
ten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmun
g der
Schmerzreizleitung), dam
it begleitend krankengymnastische Übun
gsbehandlungen
möglich b
leiben.
Zur Schmerzbehand
lung kann auch die interskale
näre
(= zwischen
Mus
keln im seitlichen, un
teren Halsbereich) Bl
ockade
des
Plexus brach
ialis
(auch kontinuierlich
mit Ka
theter) durchgeführt w
erden, allerdings is
t diese Methode m
it
einem etwas größeren Ris
iko behaftet.
Dass d
ie schmerz lindernde Wirk
ung i.d.R. über die eigentliche Behandl
ungszeit
hinaus anhält, is
t u.a. darauf zurückzufü
hren, daß bei d
ieser Blockadebehandlung auch die so
g. vegetativen
Ner
ven
betroffen sind, w
oraus eine
sehr deutliche Durch
blutungssteigerung resultiert, die entzündl
ichen oder degenerativen (= abnu
tzungsbedingten) Prozessen
nachhaltig entgegenwirk
t.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, u.a.:
Auf der Grundlage des §
40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgliedern
gesetzlicher Krankenkassen
Rehabilitationsbehandlungen an und
Patienten mit privater Krankenkasse erhalten eine Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918. Die Klinik ist auch beihilfefähig. Teil weise übernehmen
auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die
Kos ten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zu
vor (gilt auch für private
Kassen o der Beihilfe) beantragt werden.
Wenn Sie Frag en haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir in formieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.
Infos (z.B.
Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am
Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0
* Fax: +49 (0)
7931 - 545-131
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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Impressum Aktualisiert:>09.12.2009</>